Donnerstag, 28. Februar 2008

45 Minuten Gigs - mein Traum

Wer heute das 20-Minuten geöffnet hat sieht den Trend in der Promoarbeit. SHOWCASES & ZEITUNGSINSERATE. Wenn ich recht gezählt habe sind heute 3 oder 4 ganz oder halbseitige Inserate von Bands drin, die Showcases hier und da spielen.

Showcases, das passt mir. Ich bin ein Anhänger von kurzen prägnanten Gigs - Eine neue Band sollte prinzipiell nicht länger als 45 bis 60 Minuten spielen dürfen. Und die Konzerte sollten so gegen 20:00 beginnen. An einem Abend 3-4 Bands und um 23:00 ist fertig. British halt. Das Problem ist halt immer das liebe Geld.

Ein Club kann sich nicht 4 volle Gagen leisten, die Band will nicht 1/4 der Gage und der Booker hat keine Lust für's selbe Geld 4 Bands zu organiseren. In Britanien ist dies kein Thema, da gibt's eh keinen Stutz, wenn man nicht bereits bekannt ist, übrigens auch kein Catering oder gratis Bier....und was geschieht? Sie organiseren die Konzerte so, dass es den Besuchern auch gefällt.


In der Schweiz wird vom Veranstalter erwartet, dass eine Band 90 Minuten spielt. Am liebsten hätten Sie 2 Sets à 90 Minuten. Dann ist die Gage auch gerechtfertigt. Ganz nach dem Motto: Der Gigbesucher bezahlt 20.-- damit er lange unterhalten wird und (was ich gut verstehe) auch lange an der Bar trinkt.

Ist das so? NEIN ist es eigentlich nicht. Der Konzertbesucher will ein geiles Konzert. Ob dies 45, 60 oder 90 Minuten dauert ist egal. Bei 95% der Bands wäre er froh wenn es nach 30 Minuten fertig wäre. -> Schafft die Gagen ab, dann gibt's knackigere Konzerte :-) -> da hat eben auch der Manager was dagegen. Dem sagt man wohl Teufelskreis.

Gestern war ich übrigens mit Stefan im Sous-sol in Bern. Wow ein toller Club. Adrian Solo spielte ein Showcase - 20:15 bis 21:15 (inklusive 2 Zugaben). Genau wie es sein muss. Kurz, knackig und sexy -> ein Teufelskert dieser Adrian. Er schreibt wirklich super Songs, hat eine tolle Band und bringt's auf der Bühne auf den Punkt.

In diesem Sinne

PP

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